Aktuelles | 29. Januar 2019

Exklusives Dozenteninterview: Digitalisierung ist ein riesiger Enabler

Erfahren Sie im zweiten Teil unserer Dozenteninterview-Serie, warum man die Digitalisierung als Enabler für die Energiewirtschaft bezeichnen kann und wo aber dennoch große Probleme herrschen.

ene't cam­pus

Herr Wel­zel, Sie sind Dozent im Teil­mo­dul Digi­ta­li­sie­rung & Pro­zess­au­to­ma­ti­sie­rung im Geschäfts­feld Ener­gie: Digi­ta­li­sie­rung als Enab­ler für die Energiewirtschaft“. 

Die Digi­ta­li­sie­rung hat bereits vie­le Bran­chen grund­le­gend ver­än­dert. Auch die Ener­gie­bran­che wird zuneh­mend digi­ta­ler. Was kommt da noch alles auf uns zu?

Wel­zel
Auch wenn die Ener­gie­wirt­schaft mit Hin­blick auf die Digi­ta­li­sie­rung eher noch am Anfang eines grund­le­gen­den Ver­än­de­rungs­pro­zes­ses steht, so darf man sich nicht täu­schen: Letzt­lich bleibt auch in unse­rer Bran­che kein Stein auf dem Ande­ren – die alt­be­kann­ten Wert­schöp­fungs­ket­ten und Geschäfts­mo­del­le wer­den stark an Bedeu­tung ver­lie­ren, teils sogar gänz­lich ver­schwin­den. Die Zukunft wird daher nicht den Zöge­rern gehö­ren, son­dern den muti­gen Akteu­ren, die sich jetzt Gedan­ken zu revo­lu­tio­nä­ren neu­en Geschäfts­an­sät­zen machen.

ene't cam­pus
Das klingt düs­ter. Das heißt, die Digi­ta­li­sie­rung ist im Grun­de eine Bedro­hung für die Branche?

Wel­zel
Das sehe ich nicht so. Im Gegen­teil sogar: Die Digi­ta­li­sie­rung ist ein rie­si­ger Enab­ler, ein mäch­ti­ger Kata­ly­sa­tor, für die Bran­che. Sie eröff­net völ­lig neue Mög­lich­kei­ten für neue Pro­duk­te, Dienst­leis­tun­gen, beschleu­nig­te Pro­zes­se, effi­zi­en­te­re Ver­wal­tung und und und. Aber eigent­lich stellt sich die Fra­ge so auch nicht. Denn die Digi­ta­li­sie­rung fin­det so oder so statt und kann nicht auf­ge­hal­ten wer­den. Es geht also um die Fra­ge, wie ein Unter­neh­men mit der Digi­ta­li­sie­rung umgeht, nicht aber, ob überhaupt.

ene't cam­pus
Ist denn jeder Akteur der Bran­che aus dem Stand her­aus in der Lage, auf die­se Ent­wick­lun­gen einzugehen?

Wel­zel
Eben nicht. Und genau das ist ein rie­si­ges Pro­blem. Es fehlt an Fach­kräf­ten mit den not­wen­di­gen Digi­tal Skills, an inno­va­ti­ven Ide­en­ge­bern und auch an Füh­rungs­kräf­ten, die Erfah­run­gen und ein Händ­chen dafür haben, mit neu­en Trends, tech­ni­schen Inno­va­tio­nen sowie gänz­lich neu­en und ver­än­der­ten Bedürf­nis­sen der Arbeit­neh­mer umzu­ge­hen. Aber hier unter­stüt­zen wir ja auch mit unse­rer Wei­ter­bil­dung und ver­su­chen, erfah­re­ne Beschäf­tig­te der Bran­che auf die ent­spre­chen­den The­men vorzubereiten.

ene't cam­pus
Gibt es einen Aspekt, für den Sie die Teil­neh­mer Ihres Wei­ter­bil­dungs­mo­duls dabei beson­ders sen­si­bi­li­sie­ren möchten?

Wel­zel
Die Digi­ta­li­sie­rung ist kein schnell­le­bi­ger Trend. Sie ist ein Kern­the­ma unse­rer Bran­che und kann den geschäft­li­chen Erfolg nach­hal­tig sichern. Dafür muss aber in vie­len Berei­chen etwas pas­sie­ren: Moder­ne IT, die grund­le­gen­de Anpas­sung der Geschäfts­pro­zes­se, der Auf­bau neu­er Geschäfts­mo­del­le, die Eta­blie­rung einer geeig­ne­ten Unter­neh­mens­kul­tur usw. Mir ist es wich­tig, den Teil­neh­mern den Blick für das Gro­ße Gan­ze“ mit­zu­ge­ben, damit sie immer auf dem rich­ti­gen Kurs in den Untie­fen der Digi­ta­li­sie­rung bleiben.

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